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Ich glaube - denken wir darüber nach ...

Chris­tus hat durch seine stell­ver­tre­tende Genug­tu­ung die Men­schen los­ge­kauft und ver­söhnt.

Er ist gestor­ben und auf­er­weckt wor­den nicht nur für die Prä­des­ti­nier­ten, die also Gott von vor­ne­her­ein für den Him­mel bestimmt hatte. Er ist gestor­ben und auf­er­weckt wor­den auch nicht bloß für die Gläu­bi­gen. Er ist gestor­ben und auf­er­weckt wor­den für alle Men­schen. In der Hei­li­gen Schrift und in den Äuße­run­gen der Kon­zi­lien wird immer wie­der gesagt: Er starb für alle. Er hat sein Leben hin­ge­ge­ben als Löse­preis für alle.

Aber da ist eine wich­tige Unter­schei­dung zu machen. Mit der Erlö­sung ist es nicht wie mit einem natur­haf­ten Gesche­hen. Dem kann sich nie­mand ent­zie­hen. Wenn ein Vul­kan aus­bricht, dann bricht er eben aus und kommt über alle. So ist es nicht mit der Erlö­sung. Die Erlö­sung gewinnt man nur, wenn man erlöst sein will. Und des­we­gen hat die Theo­lo­gie eine ganz wich­tige Unter­schei­dung ange­bracht. Sie heißt: „Die stell­ver­tre­tende Genug­tu­ung Christi ist aus­rei­chend für alle, aber sie ist nicht wirk­sam für alle.“ Die gesamte Mensch­heit ist objek­tiv erlöst. Sie ist also fähig, sich die Erlö­sung Christi anzu­eig­nen. Aber nicht jeder eig­net sie sich an. Um sich die Erlö­sung anzu­eig­nen, braucht es den Glau­ben, braucht es die Erfül­lung der Gebote, und wer das nicht tut, wer absicht­lich nicht glaubt und die Gebote nicht erfüllt, der ist der Erlö­sung nicht teil­haf­tig.
Am Anfang war das Wort

Wir haben die­ses Evan­ge­lium im Ohr und im Her­zen. „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Die Bezeich­nung „Wort“ ist nicht auf die Sil­ben gemünzt, die aus unse­rem Munde kom­men, son­dern das Wort, von dem hier die Rede ist, ist unser Herr und Hei­land Jesus Chris­tus. Trotz­dem bleibt es merk­wür­dig, fast befremd­lich, daß man unse­ren Hei­land als das Wort bezeich­net. Wie kommt es zu die­ser Bezeich­nung? Man muß, um sie zu ver­ste­hen, auf den grie­chi­schen Text, in dem ja das Neue Tes­ta­ment geschrie­ben ist, zurück­ge­hen. Der grie­chi­sche Aus­druck für das deut­sche „Wort“ lau­tet logos. Es heißt also im grie­chi­schen Neuen Tes­ta­ment, das ich hier vor mir habe: „Am Anfang war der logos – en archä än ho logos, und der Logos war bei Gott – kai ho logos än pros theon – Und Gott war der Logos – kai theos än ho logos. Diese Bezeich­nung logos hat der Evan­ge­list Johan­nes nicht geschaf­fen; er hat sie vor­ge­fun­den und über­nom­men.

Das grie­chi­sche Volk und das Dias­por­a­ju­den­tum, also die Juden in Ägyp­ten, in Klein­asien und anderswo, waren mit dem Worte und mit der Sache des Logos ver­traut. Wenn der Grie­che logos hörte, dann dachte er an Hera­klit. Der Phi­lo­soph Hera­klit hat den Logos als ein Zwi­schen­we­sen zwi­schen Gott und der Welt gedacht. Der Logos ist die feu­rige Urver­nunft, die die Welt lei­tet und ord­net. Und die Juden dach­ten, wenn sie das Wort logos hör­ten, an Philo von Alex­an­drien, einen jüdi­schen Phi­lo­so­phen. Für ihn war logos das Mit­tel­we­sen zwi­schen dem abso­lu­ten, welt­über­le­ge­nen Gott und der Schöp­fung. In die­sem Mit­tel­we­sen sind die Ideen, nach denen die Welt geschaf­fen ist, ent­hal­ten. Also das Wort Logos, die Bezeich­nung Logos, hat Johan­nes nicht geschaf­fen. Er hat sie über­nom­men aus sei­ner Umwelt, aber er hat sie umge­prägt. Und das ist es, was wir fest­hal­ten und gegen Fäl­schun­gen ver­irr­ter Theo­lo­gen beken­nen müs­sen. Er hat nicht eine reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Vor­stel­lung ein­fach sich ange­eig­net; er hat den Begriff genom­men, aber ihn mit einem neuen Inhalt gefüllt. Er hat die Hülse ergrif­fen, aber was er in sie hin­ein­gießt, das ist es, was total und radi­kal anders ist. Von die­sem Logos wer­den vier Aus­sa­gen gemacht, die wir uns in Kürze vor Augen füh­ren wol­len.

Die erste lau­tet: „Im Anfang war der Logos.“ Was ist das für ein Anfang? Damit ist gemeint der Uran­fang, die Ewig­keit Got­tes. Im Anfang, bevor etwas geschaf­fen wurde, war der Logos. Der Logos ist also nicht der Erster­schaf­fene, son­dern er ist der­je­nige, der vor der Schöp­fung exis­tierte, er ist prä­e­xis­tent. Er hat vor aller Zeit und vor aller Schöp­fung gelebt. Im Anfang war der Logos.

Die zweite Aus­sage lau­tet: „Der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos.“ Der Logos, von dem hier die Rede ist, ist Gott zuge­wandt. Er hat seine Hei­mat in der Nähe Got­tes, ja in Gott. Nicht bloß das. Diese Aus­sage wird noch über­bo­ten: Er war sel­ber Gott. Er war nicht bloß bei Gott, womit seine Selb­stän­dig­keit gegen­über Gott ange­ge­ben wird, son­dern er war sel­ber Gott. Der Logos war Gott.

Die dritte Aus­sage lau­tet: „Alles ist durch ihn gewor­den, und ohne ihn ist nichts gewor­den von dem, was gewor­den ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Men­schen; und das Licht scheint in der Fins­ter­nis, und die Fins­ter­nis hat es nicht begrif­fen.“ Der Logos ist der Schöp­fungs­trä­ger. Alles ist durch den Logos gewor­den. Er ist nicht ohn­mäch­tig, son­dern all­mäch­tig. Er hat die Welt geschaf­fen. Nichts ist ohne ihn gewor­den. Ohne Aus­nahme stammt alles von ihm. Und die­ser Logos ist Leben und Licht. Leben nicht in dem Sinne, daß er über­haupt leben­dig ist, son­dern daß er ewi­ges Leben, gött­li­ches Leben in sich trägt. Und Licht, das bedeu­tet Heil, Fülle, Freude, Glück, Gebor­gen­heit. In dem Logos ist nicht nur Licht, son­dern das Licht ist auch Heil, Freude, Glück, Segen. Die­ses Licht leuch­tet in der Fins­ter­nis. Die Fins­ter­nis, sind die in der Gott­ferne ver­dun­kel­ten Men­schen. Fins­ter­nis, das ist die Got­tes­ferne. Aber in diese Got­tes­ferne leuch­tet der Logos hin­ein, und er soll offen­bar die Fins­ter­nis erhel­len. Aber wie wir sehen, ist sein Schei­nen, ist sein Erleuch­ten nicht erwünscht. Die Fins­ter­nis hat ihn nicht begrif­fen! Sie will von ihm nichts wis­sen, von dem Logos. Sie will das Licht nicht auf­neh­men, son­dern sie flieht vor dem Licht, die Fins­ter­nis.
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Ich glaube, wir brau­chen die Kir­che, weil wir die Offen­ba­rung Got­tes brau­chen. Wir brau­chen die Kir­che, weil wir zur Anbe­tung und Ver­eh­rung Got­tes geführt wer­den müs­sen.
Jesus Christus ist gekommen, zu suchen und zu erretten was verloren ist. Lukas 19,10

Fragen über Fragen ... Wir alle stellen sie immer wieder neu: Worum geht es eigentlich im Leben? Gibt es nur das, was man sieht? Warum fasziniert Jesus so viele Menschen? Wie kommen wir klar mit Niederlagen und Versagen? Gibt es Grund zur Hoffnung, dass unsere Welt besser und gerechter wird? Wo finde ich gute Vorbilder?

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Sie regt die wichtigste Lebensfrage " Ich glaube an Gott .. " zum Nachdenken an. Die Grundaussagen des katholischen Glaubens, zu den Sakramente, der Eucharistiefeier und die Hl. Schrift sind die wichtigsten Wegbegleiter.

Die Worte des Evangeliums sind wundertätig. Sie verwandeln uns nur deshalb nicht, weil wir die Wandlung nicht von ihnen begehren.


Aber in jedem Ausdruck Jesu, in jedem Seiner Beispiele wohnt eine überwältigende Kraft, damals wie heute ...
 



 
Yes, we can. Ja, wir können. Ja, dem der glaubt, dem der hofft, ist alles möglich, denn Glaube versetzt Berge. Irgendwie wartet die Menschheit auf Gott, auf seine Nähe.

... wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen...(Mt 10,32,33)