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Klagemauer in Jerusalem

Die Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem ist eine religiöse Stätte des Judentums. Viele der mächtigen Steinblöcke, aus denen die Mauer erbaut ist, bestehen aus dem Jerusalemer Meleke-Kalkstein, der einst am nördlichen Stadtrand gewonnen wurde.

Die Bedeutung der Klagemauer im Judentum

Eigentlich besitzt nicht nur die Klagemauer eine immense Bedeutung im Judentum, sondern vielmehr der ehemalige, von den Römern endgültig zerstörte Tempel an der Stelle. Im Judentum war der Tempel und damit die Klagemauer ein Ort, an dem Gott zu den Gläubigen kommt und gilt als heiligster Ort der Juden. Aufgrund dieser Annahme ist auch das Ritual der kleinen Zettel mit Gebeten oder mit verschiedenen Segenswünschen entstanden. Diese Zettelchen werden von den Gläubigen in die Mauerritzen der Klagemauer gesteckt und dem Glauben nach holt Gott diese Zettel ab. Die Berühmtheit und Bedeutung der Klagemauer führt zu einer großen Anzahl an Zettelchen, die zweimal im Jahr abgeholt und am Ölberg vergraben werden. Ein Vernichten der Gebete und Segenswünsche der Klagemauer widerspricht dem Glauben des Judentums.

Interessant ist auch, dass nicht nur Anhänger des Judentums ein solches Ritual an der Klagemauer durchführen, sondern auch Menschen aller anderen Konfessionen. Bei der Klagemauer handelt es sich um einen spirituellen Ort von großer (größter) Bedeutung.