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Ich glaube

den Aufbruch, den unsere katholische Kirche nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa braucht, ist ein Aufbruch der Leidenschaft, einer Leidenschaft für Gott.

Grüß Gott und herzlich Willkommen!

Mit Maria Gott loben! Was wir dafür brauchen, ist nicht viel: nur Vertrauen, wirkliches Vertrauen! Gott hatte offenbar da mehr Vertrauen in Maria als so mancher Christ heute. Maria ist Jesu Mutter, weil Gott es so wollte, und weil er gerade sie ausgesucht und gefragt hat.

Wenn wir die Stellung überdenken, die Maria im Heilswerk Gottes innehat und die ihr von Gott selber zugedacht worden ist, dann wird unser Blick unweigerlich auf ein eigentümliches Faktum gelenkt.

Maria ist der Berührungspunkt von Altem und Neuem Bund. Maria war Jüdin. Sie ist die schönste Blüte, die der Alte Bund hervorbrachte, und die gleichzeitig diesen Bund übersteigt. Das auserwählte Volk des Alten Bundes war Träger der Verheißung, die Jahwe Abraham, seinem Stammvater, feierlich und unwiderruflich gegeben hatte.

An Maria erging zum letzten Mal in der Geschichte des Alten Bundes die Verheißung des Erlösers. Maria wurde, als sie ihr Jawort dem Erzengel Gabriel gab, in einem neuen und eminenten Sinn Trägerin der Verheißung. Sie wurde Trägerin des Verheißenen, Mutter des Erlösers, Gottesgebärerin. In Maria erfüllte sich die Verheißung des Alten Bundes und hub an die Verwirklichung des Neuen


Es kommt eben darauf an, sich wirklich an Maria auszurichten, an ihr zu orientieren auf dem Weg zu Gott. Maria, die Mutter,ist besorgt um uns. Sie sieht die schlimme Lage der Welt, die Gottferne und die zunehmende Menschenverachtung. Wenn wir Maria im Gebet um Hilfe für uns und alle bitten, dann heißt das: wir wollen ihr gestatten, dass sie uns an der Hand nimmt und zu Gott führt.




Mittwoch, 22 Oktober 2014 : Brief des Apostels Paulus an die Epheser 3,2-12.

Brüder! Ihr habt doch gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat. Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt, das ich soeben kurz beschrieben habe. Wenn ihr das lest, könnt ihr sehen, welche Einsicht in das Geheimnis Christi mir gegeben ist. Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium. Ihm diene ich dank der Gnade, die mir durch Gottes mächtiges Wirken geschenkt wurde. Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade geschenkt: Ich soll den Heiden als Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkündigen und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist, das von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war. So sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfältigen Weisheit Gottes, nach seinem ewigen Plan, den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat. In ihm haben wir den freien Zugang durch das Vertrauen, das der Glaube an ihn schenkt.

Mittwoch, 22 Oktober 2014 : Buch Jesaja 12,2-3.4bcd.5-6.

Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. Er ist für mich zum Retter geworden. Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils. An jenem Tag werdet ihr sagen: Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht seine Taten unter den Völkern bekannt, verkündet: Sein Name ist groß und erhaben! Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht; auf der ganzen Erde soll man es wissen. Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion; denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.

Mittwoch, 22 Oktober 2014 :


Mittwoch, 22 Oktober 2014 : Evangelium nach Lukas 12,39-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen? Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.

Mittwoch, 22 Oktober 2014 : Kommentar Hl. Guerric von Igny

?Ich setze große Hoffnung auf dein Wort? (Ps 119,81 Vg)? Wenn ich auf Gott hoffe, wenn ich sogar von Hoffnung überflutet werde, dann fügt sich Hoffnung an Hoffnung, selbst wenn Prüfung auf Prüfung folgt und Aufschub auf Aufschub. Denn ich bin sicher, ?dass er schließlich kommt und uns nicht täuscht?. ?Deshalb werde ich auf ihn warten, selbst wenn er auf sich warten lässt; denn er wird zweifellos kommen und nicht lange zögern? (Hab 2,3), nicht über den festgelegten und rechten Zeitpunkt hinaus. Wann ist der rechte Zeitpunkt da? Wenn die volle Zahl unserer Brüder erreicht ist (Offb 6,11), wenn die Zeit der Barmherzigkeit, die der Reue gewährt wird, verstrichen ist. Jesaja erklärt uns, warum der Herr das Gericht verschiebt: ?Wenn der Herr wartet, dann deshalb, um euch Gnade zu erweisen; denn er wird verherrlicht dadurch, dass er euch verschont. Der Herr ist ein gerechtet Gott; selig sind alle, die ihn erwarten? (30,18). Wenn du weise bist, dann sieh zu, wie du die Pause nützen kannst, die sich diesem Aufschub verdankt. Bist du ein Sünder, so wird sie dir zur Buße gegeben und nicht, um achtlos dahinzuleben. Bist du heilig, so um noch heiliger zu werden und nicht, um im Glauben nachzulassen. Denn ?wenn der Knecht denkt: mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen?? Wirklich warten auf den Herrn heißt: den Glauben an ihn bewahren, auch wenn wir des Trostes seiner Gegenwart beraubt sind; dem Versucher nicht erliegen, sondern gespannt auf die Wiederkehr des Herrn warten. Das sagt der Herr durch den Propheten Hosea: ?Mein Volk wird gespannt auf meine Rückkehr warten? (Hos 11,7 Vg). ?Gespannt? ist ein gutes, zutreffendes Wort, es bedeutet zwischen Himmel und Erde ausgespannt sein: Die himmlischen Güter sind noch nicht erreichbar, ebenso wenig aber soll man den irdischen anhangen.

Ich Glaube .. die Worte des Evangeliums sind wundertätig. Sie verwandeln uns nur deshalb nicht, weil wir die Wandlung nicht von ihnen begehren. Aber in jedem Ausdruck Jesu, in jedem Seiner Beispiele wohnt eine überwältigende Kraft, damals wie heute ...

 


Denken wir darüber nach ...

Du sollst den Nächsten lieben, wie sich selbst! Was heißt das schon, den Nächsten lieben wie sich selbst? Was heißt sich selbst lieben? Diese uralten Fragen stellen sich für jeden und besonders für uns Christen mit jeder Situation neu und konkret. Wir glauben, darüber Bescheid zu wissen, was Liebe bedeutet. Aber oft ist das nur ein Abbild dessen, was wir uns selber zurechtgelegt haben. Wo wir selber in der Bestimmung von Liebe die Hand entscheidend im Spiel haben, kommt es gewöhnlich zu einer Karikatur davon. Wir nehmen nur zu gern das Maß von unseren eigenen Schuhen. Es ist höchst gefährlich, wenn wir Liebe von uns aus „definieren“ wollen. Von uns aus werden wir nur schwer, beim Nächsten wirklich ankommen oder landen. Ohne Risiko gibt es keine Liebe, vor allem keine Nächstenliebe. Wer dieses Risiko nicht eingeht, der schont vielleicht die heile Haut seines Ich, geht aber gleichzeitig des Lohnes und Gewinnes der Liebe, ja der Liebe selber verlustig. Liebe steckt an, öffnet und befreit, sie gewinnt, indem sie gibt.

Eucharistiefeier - Hl. Messe
Jede Eucharistiefeier vergegenwärtigt sakramental das Geschenk, das Jesus am Kreuz aus seinem Leben gemacht hat - ein Geschenk für uns und für die ganze Welt. Das Brot, das ich geben werde, ist me...


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Yes, we can. Ja, wir können. Ja, dem der glaubt, dem der hofft, ist alles möglich, denn Glaube versetzt Berge. Irgendwie wartet die Menschheit auf Gott, auf seine Nähe.

Aktuelles & Neues auf der Homepage www.ich-glaube.de


Erfahre die Botschaften Jesus Christus durch das Evangelium - Tag für Tag.

Erfahre die Botschaften Jesus Christus durch das Evangelium - Tag für Tag. Ich glaube Christus war nicht mehr da. Sicher, die Apostel hatten Frieden und Freude in Fülle, mehr noch als zu der Zeit, da Jesus bei ihnen war. Aber das war eben keine Freude „wie die Welt sei gibt“ (Joh 14, 27). Es war seine Freude, aus Leid und Bedrängnis geboren. Matthias hat diese Freude empfangen, als man ihn zum Apostel machte... Die Anderen waren sozusagen in ihrer Kindheit erwählt worden: Gewiss Erben des Himmelreiches, aber noch unter „Vormundschaft, unter Verwaltern“ (Gal 4, 2). Sie waren zwar Apostel, wussten aber noch nichts von ihrer Berufung; sie trugen sich mit Gedanken menschlichen Ehrgeizes, mit Wünschen nach Reichtum; so hat man sie eine Zeitlang akzeptiert. Der hl. Matthias hat auf Anhieb das Erbe angetreten. Unmittelbar nach seiner Wahl hat er die Vollmacht eines Apostels übernommen und auch den Preis, den sie kostete. Kein Traum von irdischem Erfolg konnte den Thron nur streifen, der auf dem Grab eines Jüngers stand, der gesiebt worden war, aber versagt hatte, im Schatten des Kreuzes dessen, den er verraten hatte. Ja, der hl. Matthias kann uns heute sehr wohl die Worte unseres Herrn wiederholen: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir“ (Mt 11, 29). Denn dieses Joch hat er selber getragen, auf Anhieb... Er hat das Kreuz des Herrn schon in seiner „apostolischen Jugendzeit“ getragen. Unverzüglich hineingenommen in seine große Fastenzeit, hat darin sogar Freude gefunden... „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mt 16, 24) Zu Christus zu kommen bedeutet, seine Nachfolge anzutreten, sein Kreuz auf sich zu nehmen; bedeutet die Last seines Joches zu tragen. Wenn er uns sagt, dass es leicht ist, dann deshalb, weil es sein Kreuz ist. Er macht das Joch leicht, ohne jedoch etwas anderes daraus zu machen als eben ein mühsames Joch. „Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11, 30). Es ist die Gnade, die es leicht macht, denn es bleibt hart...: es ist ein Kreuz.

Heute möchte ich über das Thema Umwelt sprechen Papst Franziskus

Heute möchte ich über das Thema Umwelt sprechen, wozu ich bereits mehrmals Gelegenheit hatte... Wenn von Umwelt, von der Schöpfung, die Rede ist, dann gehen meine Gedanken zu den ersten Seiten der Bibel, zum Buch Genesis, wo es heißt, dass Gott den Mann und die Frau auf die Erde stellt, damit sie sie bebauen und hüten (vgl. 2,15). Und mir kommen die Fragen: Was bedeutet es, die Erde zu bebauen und zu hüten? Bebauen und hüten wir die Schöpfung wirklich? Oder vernachlässigen wir sie und beuten sie aus? Beim Verb »bebauen« kommt mir die Sorgfalt in den Sinn, mit der der Landwirt seinen Acker bestellt, damit er Frucht trägt und diese Frucht geteilt werden kann: wie viel Fürsorge, Leidenschaft und Hingabe! Die Schöpfung bebauen und hüten: Diese Weisung gab Gott nicht nur am Anfang der Geschichte, sondern sie gilt einem jeden von uns. Sie gehört zu seinem Plan; es bedeutet, die Welt verantwortungsvoll wachsen zu lassen, sie in einen Garten zu verwandeln, in einen bewohnbaren Ort für alle. Benedikt XVI. hat uns oft daran erinnert, dass diese Aufgabe, die Gott, der Schöpfer, uns anvertraut hat, es verlangt, den Rhythmus und die Logik der Schöpfung zu verstehen. Wir dagegen sind oft vom Hochmut des Herrschens, des Besitzens, des Manipulierens, des Ausbeutens geleitet; wir »hüten« sie nicht, wir achten sie nicht, wir betrachten sie nicht als unentgeltliches Geschenk, für das wir Sorge tragen müssen. Wir verlieren die Haltung des Staunens, der Betrachtung, des Hörens auf die Schöpfung; und so können wir darin nicht mehr das erkennen, was Benedikt XVI. »den Rhythmus der Liebesgeschichte Gottes mit dem Menschen« nennt. Warum passiert das? Weil wir horizontal denken und leben, uns von Gott entfernt haben, seine Zeichen nicht erkennen. Das »Bebauen und Hüten« umfasst jedoch nicht nur die Beziehung zwischen uns und der Umwelt,... sondern es betrifft auch die zwischenmenschlichen Beziehungen... Wir durchleben gerade einen Augenblick der Krise; das sehen wir in der Umwelt, aber vor allem... [ist] der Mensch... heute gefährdet, daher die Dringlichkeit der Ökologie des Menschen! Papst Franziskus

Barmherzigkeit – aber wie? Der Umgang der Kirche mit sogenannten „wiederverheirateten Geschiedenen“ ist wieder einmal in aller Munde. Jüngstes Beispiel ist der Aufruf von Priestern und Diakonen aus dem Erzbistum Freiburg „Wiederverheiratete Geschiedene“ vom Mai 2012.

Barmherzigkeit – aber wie? Der Umgang der Kirche mit sogenannten „wiederverheirateten Geschiedenen“ ist wieder einmal in aller Munde. Jüngstes Beispiel ist der Aufruf von Priestern und Diakonen aus dem Erzbistum Freiburg „Wiederverheiratete Geschiedene“ vom Mai 2012. (http://www.memorandum-priester-und-diakone-freiburg.de) Die unterzeichnenden Geistlichen behaupten, sie würden sich „pastoralen Handeln gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen von der Barmherzigkeit leiten lassen“ (ebd.). Gleichzeitig bekunden sie das Vor-haben, in Widerspruch zu Lehre und Ordnung der Kirche die genannten Personen zu den Sakramenten zuzulassen – gemeint sind die Sakramente der Krankensalbung, der Versöhnung und der Heiligen Kommunion.

Da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde...

Heutzutage ist die schlimmste Krankheit im Westen nicht die Tuberkulose oder die Lepra, sondern das Gefühl, unerwünscht, ungeliebt und verlassen zu sein. Wir können körperliche Krankheiten durch die Medizin heilen; das einzige Mittel gegen Einsamkeit, Verwirrung und Verzweiflung aber ist die Liebe. Viele Menschen sterben auf dieser Welt, weil es ihnen an Brot fehlt; weitaus mehr Menschen sterben jedoch, weil es ihnen an ein bisschen Liebe fehlt. Die Armut im Westen ist anderer Art: Es handelt sich nicht nur um Armut auf Grund von Einsamkeit, sondern auf Grund des Mangels an Spiritualität. Es gibt einen Hunger nach Liebe, und es gibt einen Hunger nach Gott. (Sel. Teresa von Kalkutta)

Die Kirche ist katholisch: Das Wort „katholisch" bedeutet „allumfassend" im Sinn von „ganz" oder „vollständig". Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche"

Die Kirche ist katholisch: Das Wort „katholisch" bedeutet „allumfassend" im Sinn von „ganz" oder „vollständig". Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn: Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche" (Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8,2). In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht [Vgl. Eph 1,22-23]... In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch [Vgl. AG 4] und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben. Sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist [Vgl. Mt 28,19]: „Zum neuen Volk Gottes werden alle Menschen gerufen. Deswegen muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich die Absicht des Willens Gottes erfüllen, der die Menschennatur am Anfang als eine gegründet und beschlossen hat, seine Kinder, die zerstreut waren, schließlich zur Einheit zu versammeln ... Jede Teilkirche ist katholisch... Diese Teilkirchen sind „nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche“ (LG 23).Die Teilkirchen sind im Vollsinn katholisch durch die Gemeinschaft mit einer von ihnen: mit der Kirche von Rom, „die den Vorsitz in der Liebe führt" (Ignatius v. Antiochien, Rom. 1,1). „Mit dieser Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges notwendig jede Kirche übereinstimmen, das heißt die Gläubigen von überall" (Irenäus, kur. 3,3,2; übernommen vom 1. Vatikanischen K.: DS 3057)... Die reiche Vielfalt von Kirchenordnungen, liturgischen Riten, theologischen und geistlichen Erbgütern, die den Ortskirchen zu eigen sind, „zeigt die Katholizität der ungeteilten Kirche in besonders hellem Licht" (LG 23)

Erneuter Tiefschlag für die Ökumene durch die EKD

Der Rat der EKD hat vor wenigen Tagen zum Thema Ehe und Familie eine sog. "Orientierungshilfe" herausgegeben. Eine ad-hoc-Kommission aus 14 Mitgliedern, denen u. a. eine Professorin für "Gendersensible Soziale Arbeit" angehörte, hat über 3 Jahre unter Vorsitz einer früheren SPD-Bundesministerin aus diesem Papier den "normativen Ton kirchlicher Verlautbarungen in der Vergangenheit" zurückgenommen und sich damit erneut dem Zeitgeist gebeugt. Durch die Feststellung, dass Familie nicht nur aus Mutter, Vater und Kindern, sondern überall auch dort besteht, wo "Menschen auf Dauer und im Zusammenhang der Generationen Verantwortung übernehmen", weshalb auch Homo-Partnerschaften "Familie" seien, hat die EKD ihre Selbstsäkularisierung weiter vorangetrieben. Sie hat die Ehe aus der biblischen Schöpfungsordnung herausgenommen, d. h. die Verbindung von Mann und Frau als nicht mehr schöpfungsgemäß bezeichnet. Das biblische Fundament der Ehe wird verneint, die Orientierung am Evangelium ist dem Zeitgeist gewichen. Der Genderismus hat über die Treue zu den Glaubensgrundsätzen der Kirche gesiegt. Nachdem die EKD schon früher dem Import von embryonalen Stammzellen zugestimmt hatte, der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider dem Sterbenden, der eine Suizid-Hilfe fordert, die Hand halten wollte und der Beschluss des Deutschen Bundestages zur Präimplantationsdiagnostik (PID) auf einen Antrag zurück ging, den ein evangelischer Pfarrer im Parlament mitunterzeichnet hatte, verwundert dieser Text nur noch Naive. Wir stellen fest, dass es in Fragen des ungeborenen Lebens, des Lebensschutzes bis zum Tode und bei Ehe und Familie keine Gemeinsamkeiten (mehr) zwischen der katholischen Kirche und der EKD gibt. Deshalb widersprechen wir auch entschieden dem EKD-Ratsvorsitzenden, dass die "ökumenische Gemeinschaft eine solche Diskussion aushalten müsse". Biblische Normen und ethische Grundsätze sind für uns nicht verhandelbar, und wir entscheiden auch zukünftig selbst, was wir "aushalten müssen". Die Deutsche Bischofskonferenz hat bisher nur den Vorsitzenden ihrer "Familienkommission", Bischof Tebartz-van-Elst, zu einer kritischen Reaktion veranlasst. Jetzt warten wir gespannt auf die offizielle Stellungnahme der katholischen Bischöfe. Da hier weitere Grundfragen der Ökumene-Gespräche tangiert sind, werden sich die Bischöfe ja wohl sehr bald deutlich zu Wort melden. Prof. Dr. Hubert Gindert Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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